Kahlschlag bei Güterbahnhöfen: DB AG weiter auf verkehrspolitischer Geisterfahrt

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Kahlschlag bei Güterbahnhöfen: DB AG weiter auf verkehrspolitischer Geisterfahrt

„Die angekündigte Schließung von bundesweit mehr als 200 Güterbahnhöfen zeigt zum wiederholten Mal, dass der DB-Konzern keine Strategie verfolgt, den zukunftsfähigen und umweltschonenden Güterverkehr auf der Schiene als Kernkompetenz zu entwickeln“, kommentiert Christoph Ozasek, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in der Regionalversammlung Stuttgart die angekündigten Einsparpläne der Deutschen Bahn.

Anstatt bei Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz zu studieren, wie konsequent Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden kann, setzt der Bahn-Vorstand auf das konzerneigene Unternehmen Schenker und die straßengebundene LKW-Logistik.

Für Wolfgang Hoepfner, Mitglied im regionalen Verkehrsausschuss, belegt die Kahlschlagsplanung der DB einmal mehr „das Scheitern der sogenannten Bahnreform, wenn der Vorrang betriebswirtschaftlicher Argumente zu derart katastrophalen ökologischen Folgen durch gezielte Verlagerung von Güterverkehr auf die Straße führt“.

Da mit Esslingen, Fellbach, Kirchheim/N, Schorndorf und Süßen auch fünf Güterbahnhöfe in der Region betroffen sind, hat DIE LINKE einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Sitzung des Verkehrsausschusses am 01.06.16 eingebracht, mit dem Ziel, die Schließungen abzulehnen und den Bahn-Aufsichtsrat aufzufordern, diesem Vorhaben des Bahn-Vorstands nicht zuzustimmen.

Bereits in der Vergangenheit war die Stärkung der Schiene im Güterverkehr ein Themenschwerpunkt der LINKEN in der Regionalversammlung. So setzte sich DIE LINKE dafür ein, dass Logistikzentren nicht auf der grünen Wiese, fern jeglicher Gleisanschlüsse geplant bzw. genehmigt werden. Auch eine Bestandsaufnahme der Anschluss- und Industriegleise in der Region sowie deren Sicherung gegen Rückbau war bereits Gegenstand eines Antrags der LINKEN.

„Zwar fanden die Anträge der LINKEN zur Stärkung des Schienengüterverkehrs in der Region bisher keine Mehrheiten, doch sollte das nunmehr unübersehbare Versagen des DB-Konzerns bei der Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene auch in der Regionalversammlung ein Umdenken bewirken. Ein weiteres kritikloses Hinnehmen des schon lange andauernden Kahlschlages der DB im Güterverkehr schadet den Interessen der Region enorm“, so Wolfgang Hoepfner.


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