Ja zur S-Bahn

Ja zur S-Bahn

Am 10.12.2014 entschied sich der Verband Region Stuttgart dafür, zehn
weitere S-Bahnen des Typs ET 430 zu bestellen. Diese Bestellung wurde
notwendig um geplante Verbesserungen im S-Bahn Betrieb durchzuführen.
Trotz der Preissteigerung von über 60% und andere ungünstige
Konditionen, entschied sich die Fraktion DIE LINKE diesem Zukauf
zuzustimmen.
Natürlich wäre es einfach zu sagen, diese Entscheidung war
alternativlos. Aber es gibt immer Alternativen. Diesmal bestand die
Alternative darin, Verbesserung im Angebot der S-Bahn bis ca 2028
auszuschließen.

Wozu werden diese Züge eigentlich benötigt:

1. Überschlagende Wende
Ist eine Bahn verspätet, kann ein am Endpunkt bereitstehender
zusätzlicher Zug eingesetzt werden, um diese Verspätung aufzufangen. Das
gilt besonders für die Bahnen S1, S2 und S4.
2. Kapazitäts-Verbesserungen
Bei Kapazitäts-Engpässen können zusätzliche Langzüge eingesetzt werden.
3. Ausbau S-Bahn Netz
Auch für die Verlängerung der S-Bahn nach Neuhausen, mit der Möglichkeit
eines späteren Ringschlusses, werden zusätzliche Züge benötigt.

Eine theoretische Möglichkeit bestünde darin, bei einem anderem
Hersteller zu bestellen.
Leider steht uns diese Option nicht zur Verfügung. Eine Neuentwicklung
kompatibler Züge durch Fremdhersteller ist für die geringen Anzahl weder
zeitlich noch finanziell vertretbar.
Nur Züge gleicher Baureihe können aneinander gekuppelt werden. Das
schließt also eine Kombination der neuen Zeuge mit vorhandenem Material
aus.
S-Bahnen müssen auch regelmäßig gewartet werden. Eine komplett neue
Infrastruktur mit vorrätigen Ersatzteilen, Werkstätten und Know-how der
Servicemitarbeiter etc für lediglich 10 Züge würde den finanziellen
Rahmen der Neubestellung bei weitem sprengen.

Leider blieb uns als gar nichts anderes übrig, als hier zuzustimmen,
wenn wir den Ausbau des S-Bahn Netzes nicht für Jahre blockieren wollen.
Zukünftig muss verstärkt Augenmaß darauf gelegt werden, dass das
bisherige starre Vergabesystem modernisiert wird.


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